Magnesium Recycling - Entfernung von Nickel aus Magnesium-Aluminium-Legierungen

Duwe, Stephanie GND

Magnesium-Recycling kann bisher nicht im industriellen Maßstab durchgeführt werden, da keine wirtschaftliche Methode existiert, die häufig auftretenden Verunreinigungen durch Nickel (aus Farben, Beschichtungen etc.) zuverlässig zu entfernen. Magnesiumlegierungen werden bereits bei sehr geringen Nickelgehalten stark negativ in ihrem Korrosionsverhalten beeinflusst. In dieser Arbeit wurde eine Reinigung von aluminiumhaltigen Magnesiumschmelzen über die Bildung hochschmelzender intermetallischer Al-Ni-Zr-Phasen durchgeführt, die in einem anschließenden Raffinationsprozess durch Sedimentation entfernt wurden. Es konnten so Nickelgehalte von 100 ppmw erreicht werden; das übrige Nickel wurde in den intermetallischen Phasen abgebunden. Des Weiteren wurden die Ni/Zr-Löslichkeitsisothermen der Magnesiumschmelzen im Gleichgewicht mit intermetallischen Phasen im System Mg-Al-Ni-Zr bei 720 °C für konstante Aluminium-Massenanteile von 3/6/9 und 12 % ermittelt. So wurde eine Möglichkeit gefunden, den Nickelgehalt in Magnesium-Aluminium-Legierungen durch den Einsatz von Aluminium und Zirkonium deutlich zu senken – ein Schritt in Richtung des wirtschaftlichen Magnesiumrecyclings wurde so vollbracht. Des Weiteren stellen die berechneten Löslichkeitsisothermen ein nützliches Werkzeug für die Recycling-Praxis dar.

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Duwe, Stephanie: Magnesium Recycling - Entfernung von Nickel aus Magnesium-Aluminium-Legierungen. Aachen 2015. Shaker.

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