Oberflächen-Desoxidationsmechanismen von Edelstählen bei Vakuumlötprozessen

Strauß, C.; Gustus, R.; Maus-Friedrichs, Wolfgang GND; Schöler, S.; Holländer, U.; Möhwald, K.

Zwei Edelstähle werden verglichen, zum einen 1.4301 (AISI 304), ein austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, zum anderen 1.4762 (AISI 446), ein ferritischer Chrom-Stahl, der Aluminium enthält. 1.4301 ist leicht durch Vakuumlöten zu fügen, 1.4762 hingegen kaum, da sich während der Wärmebehandlung im Lötofen eine mehrere Mikrometer dicke Aluminiumoxidschicht bildet. Durch den Vergleich der Auswirkungen auf Ober-fläche und Volumen von Wärmebehandlungen bei Sauerstoffpartialdrücken zwischen 10-13 und 10-6 mbar können Rückschlüsse auf die ablaufenden Prozesse gezogen wer-den. Während 1.4301 in der beobachteten Spanne keine Abhängigkeit von Umgebungs- oder Sauerstoffpartialdruck aufweist, offenbart sich bei 1.4762 eine starke Abhängig-keit: Aluminiumoxid bildet sich nur bei Wärmebehandlungen im Hochvakuum, nicht im Ultrahochvakuum. Das Desorptionsverhalten beider Stähle wird untersucht und die Abhängigkeit vom Sauerstoffpartialdruck wird dargestellt. Darauf aufbauend wird ein Desoxidationsmechanismus vorgeschlagen.

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Strauß, C. / Gustus, R. / Maus-Friedrichs, Wolfgang / et al: Oberflächen-Desoxidationsmechanismen von Edelstählen bei Vakuumlötprozessen. Aachen 2019. Shaker.

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